METAL HEART # 02/2002
Bislang waren alle Alben der Band absolute Meisterwerke. Auch "THE THIRD
TESTAMENT" glänzt vor Spiellfreude, eigenen Ideen und mächtigen
Hymnen. Der bombastische Black Metal wird erneut mit Gothic und Death Metal
Einflüssen aufpoliert und steht von der Klasse Bands wie Dimmu Borgir in
nichts nach. Die Vocals sind böse und beschwörend, während diabolische
Keyboards und okkulte Zwischenparts den breitgefächerten Sound der deutschen
Combo weiter aufwerten. Frauengesang darf dabei nicht fehlen und setzt dem Ergebnis
das berühmte i-Tüpfelchen auf. Zwar hat man alles schon bei anderen
Acts gehört, doch machen Ancient Ceremony ihre Sache erneut so gut und
überzeugend, dass man darüber gerne hinwegsieht. Was zählt ist
das Ergebnis, und das überzeugt auf voller Linie. "THE THIRD TESTAMENT"
ist wahrlich ein Meisterwerk in Sachen melodischem Black Metal. Die Jungs haben
einfach ein Gespür für eingängige und wirkungsvolle Songs, denen
es an nichts fehlt! Bombast, Härte, Melodik und Mystik vereinen sich perfekt
und können jedem geneigtem Fan bedenkenlos ans Herz gelegt werden. Pflichtkauf!
9/10 Pkt. Markus Wosgien
LEGACY # 06/2001
Endlich... Es ist wieder soweit. Eine der besten deutschen Black-Death-Metal-Bands meldet sich eindrucksvoll auf der schwarzverhangenen Bühne der Nacht zurück. Diesmal verlesen die beschlagenen Okkultisten unter Dunkelmagier Chris Anderle das dritte Testament ihrer unheiligen Aktivitäten im Zeichen des gehörnten Meisters. "THE THIRD TESTAMENT" ist das bisher beste musikalische Vermächtnis von Ancient Ceremony. Der kreative Weg, den die bestialische Horde bisher würdig und stolz beschritt, wurde von der Truppe stets unbeirrbar breit und tief ausgetreten. "THE THIRD TESTAMENT" holen Anderle & Co. daher nun zum großen Schlag gegen das verhaßte Licht aus. Spielten sie Anfangs noch sehr opulent und bombastisch auf, war "Synagoga Diabolica" doch dagegen tonnenschweres und giftigstes Todesblei der härtesten Ausformung. Nun wurden die beiden Faktoren hymnisch-orchestraler Bombast und grausame Endhärte erstmals in dualer Dominanz verknüpft. Was für ein akustisches Fest der dunklen Sinne! Auf über 50 Minuten Spielzeit zelebriert diese einmalige Band nun eine beängstigende Horror-Symphonie von gar schauerlich-gruseliger Anmut, die keinen warm läßt. Ancient Ceremony eröffnen ein wahres Panoptikum des Grauens; der kreative Einfallsreichtum der Band kennt abermals schier keine (irdischen) Grenzen. Mit vielerlei - in Perfektion in die elf enthaltenen Songs eingeflochtenen - Parts wie Cembalo-artigen Introduktionen und Zwischenspielen, entrückt-diffusem Gesang einer perfiden lüsternen Hexe, schwelgerischen Keyboard-Sequenzen von verführerischer Schönheit und mystisch-beschwörenden Anrufungen Satans haben die unheimlichen Zeremonienmeister bestmöglich kontrastierende Gegensätzlichkeiten in ihre naturgeilen Blackend-Death-Metal-Tracks eingebracht. Ein echtes Highlight dieser Richtung, das den tödlichen Symphonikern endlich wichtige Tore öffnen sollte, durch die sie in verdiente Bekanntheitsgrade marschieren.
13/15 Pkt. ME
WALLS OF FIRE # 01/2002
Um dieses Album in einem Wort zu beschreiben, würde ich sagen, es ist wunderbar! Ancient Ceremony liefern hier bis dato ganz klar ihr bestes Album ab - "THE THIRD TESTAMENT" ist ein Meisterwerk der sogenannten "New Wave" des Black Metal. Als erstes fällt eine überwältigende Produktion auf, für die Markus Stock verantwortlich ist und die in seiner Klangschmiede E Studio entstand. Die Musik selbst ist sehr abwechslungsreich; mal schnell, mal extrem! Des Öfteren erinnert das Riffing an Slayer und mächtige Keyboards an Cradle Of Filth und die Musik bewegt sich ständig zwischen geheimnisvoll symphonischen Passagen und wilden Crescendos. Flüstern und eine Sängerin hauchen dem Bild von Ancient Ceremony zusätzliches Leben ein, während den Kontrast hierzu Mastermind Chris Anderle's Vocals bilden, die sich ständig zwischen schierer Aggression und hysterischen Schreien bewegen"THE THIRD TESTAMENT" verdient die Bezeichnung "true", da es sich ständig mit dem satanischen Konzept des Black Metal beschäftigt: Zitate in Latein aus LaVeys "Satanischer Bibel", wie auch Passagen aus der Offenbarung und Goethes Faust verpassen dem Werk eben diesen mystischen Charme, des das Album zweifelsohne zu einem faszinierenden Stück Musik abrundet. Ein letztes Wort an alle, die nun noch immer nicht überzeugt sind: dieses Album lebt!
9/10 Pkt. Deni Petrunova
SONIC SEDUCER # 02/2002
Ancient Ceremony kultivierten ihren unverwechselbaren Stil zu geradezu elitären
Graden hinauf. Dabei vollzog das unnachgiebige Orchester des Todes eine bemerkenswerte
künstlerische Entwicklung, welche auf dem letzten Album "Synagoga
Diabolica" ihren einstweiligen Höhepunkt erreichte. Die deutschen
Nachtschwärmer um Bandleader Chris Anderle agierten auf diesem machtvollen
Manifest diabolischer Passionen vermehrt in todesmetallischen Gefilden..
Auf "THE THIRD TESTAMENT" - dem bisher besten und ausgereiftesten
musikalischen Werk von Ancient Ceremony - zeigen sie nun, was sie in der letzten
Zeit gemacht haben. Erstmals nun finden die bisherigen Stärken der Band
restlos zueinander und kooperieren in ausgewogener Eintracht miteinander, statt
abwechselnd hintereinander respektvoll her zu laufen. Anderle und seine Schergen
haben auf diesem Klasse-Album endlich nun das erreicht, was so viele - oft vergeblich
- anstreben: Eine in sich geschlossene musikalisch-kreative Einheit aus allen
Stärken der Band zu bilden und mit hoher atmosphärischer Dichte zu
perfektionieren. Grausame geifernde metallische Härte tanzt hier mit hymnischem
und orchestralem Bombast in elf Songs immer wieder solange auf einem randvoll
gefüllten Pulverfaß, bis gewaltige Explosionen das Geschehen eruptiv
kulminieren lassen. Gigantisch, diese Vielfalt an extrem differierenden Klangspektren!
Horror-Parts fanden auch den Weg aufs neue Opus; hier darf eine wollüstige
Satansbraut nicht fehlen, welche sich mit verzückt devotem Sopran in Trance
singt, dem gehörnten Großmeister jubilierend huldigt und sich somit
vollkommen dem nahenden Ritual hingibt. Alles noch gekrönt von vielen fantastisch-schwelgerischen
Keyboard-Kreationen, welche mit gar verführerischer Anmut ins Verderben
locken.
Markus Eck
HAMMER # 01/2002
Böser, dunkler, gemeiner - der Weg der Trierer Gruppe Ancient Ceremony führt spätestens seit dem letztjährigen Mini-Machwerk "Synagoga Diabolica" eindeutig in die finsteren Regionen des Black Metal. Dennoch kann man den Jungs nicht ein gewisses Händchen für griffige Riffs und eine saubere Dramaturgie in ihren Songs absprechen...sukkubisch raunenden Frauenstimmen, Gespenstermusik verbreitenden Keyboards.. ihr solltet ruhig mal ein Ohr riskieren - vor allem weil Ancient Ceremony im Gegensatz zu vielen ihrer Weggefährten nicht vollkommen im "Fürst der Finsternis"-Pathos versinken, sondern bei aller Ornamentik stets auch die gelungenen traditionellen Metal-Riffs in den Vordergrund stellen. Zudem verschaffen die Thrash- und Death-Elemente, die Ancient Ceremony gelegentlich in ihre Stücke integrieren, der Band einen dicken Pluspunkt.
Robert Müller
GOTHICPARADISE # 02/2002
Düsterer Engelsgesang eingeleitet von Glocken und finsteren Beschwörungsgesängen - so beginnt das neue, im Januar 2002 erschiene Werk der Trierer Ancient Ceremony, das einem wahrlich einen Schauer über den Rücken laufen lässt! Das ganze Album ist mit den zarten Stimmen von Melanie und Anne durchzogen, die unter die Haut gehen! Nebenbei geniale Tempowechsel der aggressiven Drums und brutalen Gitarren, wie z.B. bei "With Mephistophelic Egotheism" oder "On Khaos Wings". Auch das mal düstere Geflüster, mal der krasse "Gesang" von Sänger Chris (z. B. in "Bells of Damnation") machen die Platte so interessant. Finstere Melodien und anspruchsvolle Textpassagen werden Euch in allen 11 Tracks begleiten...stilistisch ein gewisser Mix aus Cradle Of Filth und Slayer. Ich denke, dass Ancient Ceremony trotz allem ihren eigenen Stil haben und hoffentlich auch in Zukunft beibehalten werden. Ich finde den Silberling echt klasse und wie ich vorher schon erwähnte, geben die weiblichen Gesangpassagen noch den gewissen Punkt auf's "I".
Jasmin
POWERMETAL.DE #02/2002
"THE THIRD TESTAMENT" ist bereits das vierte Album der deutschen
Schwarzmetaller Ancient Ceremony. Und wie auch schon die Vorgängerscheiben
"Under Moonlight We Kiss" (1997), "Fallen Angel's Symphony"
(1999) und "Synagoga Diabolica" (2000) so wird auch ihrem neuesten
Werk Parallelen zu den Kollegen von CRADLE OF FILTH nachgesagt - was angesichts
der opulenten düsteren Keyboardanwallungen und dem allgemeinen leicht vampiresken
Touch der Musik auch gar nicht so verkehrt erscheint. Ansonsten bolzt das Album
auch ansprechend wuchtig rein, Gitarren und Drums drücken gut aufs Gas,
ohne dabei zu eintönig zu klingen, und die ruhigen, mitunter diabolisch
gezeichneten Zwischenparts, die mit schönen weiblichen Gesangslinien aufwarten,
wurden gut in den Gesamtaufbau der Songs eingefügt.
Freunde von diabolischem Black Metal mit einem Hauch Gothiceinschlag dürften
sich hier wohlfühlen.
ORKUS # 02/2002
Wohlintegrierte, musikalische Mannigfaltigkeit, sprich: Tempobrüche, Rhythmusvariationen, absolut gekonntes Gitarrenüberraschungsspiel, bombastische versus zurückhaltende sowie erotisch-blasphemische entspannende Abschnitte lassen grüssen...besonders schön und markant sind die vielen weiblichen Gesangsparts, die teils wie hodenlose Ministrantenchöre, teils wie versaute Lolita-Englein klingen und dieser Platte einen unwiderstehlich sakralen Touch verleihen - und ganz besonders diese Melodik beherrschen die Trierer hervorragend!
7,5/10 Pkt. Claudia Mucha
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